Beim Verkauf einer Bestandsimmobilie verlangt das Dubai Land Department vor der Übertragung ein NOC des Entwicklers. Damit bestätigt der Bauträger, dass alle Service Charges bezahlt sind und kein baulicher oder vertraglicher Hinderungsgrund besteht. Ohne NOC trägt das DLD den neuen Eigentümer nicht ein.

Was bedeutet NOC?

NOC steht für No Objection Certificate, auf Deutsch Unbedenklichkeitsbescheinigung. Damit erklärt eine Stelle schriftlich, dass sie gegen einen bestimmten Schritt keine Einwände hat. Beim Immobilienkauf in Dubai ist fast immer das NOC des Entwicklers für den Transfer gemeint, das oben beschrieben ist. In den VAE gibt es den Begriff aber auch für andere Zustimmungen, etwa die Freigabe des Entwicklers für Umbauarbeiten in einer Wohnung. Welches NOC gemeint ist, ergibt sich immer daraus, wer es ausstellt und für welchen Schritt.

Der Entwickler stellt das NOC gegen eine Gebühr aus, die je nach Projekt unterschiedlich hoch ist. In der Praxis prüft er dabei, ob offene Beträge wie ausstehende Service Charges beglichen sind, und kassiert diese gegebenenfalls nach. Das NOC hat eine begrenzte Gültigkeit, der Transfer muss also zeitnah nach Ausstellung erfolgen.

Auch bei Off-Plan-Projekten spielt der Begriff eine Rolle: Der Hauptentwickler erteilt ein NOC für Projektname, Off-Plan-Verkauf und Vermarktung, bevor ein Projekt beim DLD registriert wird (Quelle: Dubai Land Department, Projektregistrierung).

Für einen deutschen Käufer ist das NOC ein fester Schritt im Transferprozess. Verzögert sich seine Ausstellung, verschiebt sich der gesamte Eigentumsübergang.

Wo das NOC im Kaufablauf steht, zeigt unsere Seite zum Immobilienkauf in Dubai.